Stetten am kalten Markt, 2010
Dieses Jahr sind wir nach Stetten am kalten Markt gefahren. Silvia hat das Naturfreundehaus "Donautal" auf den Steighöfen gemietet.
Am Montag Morgen, 09. August, um 08.00 Uhr fuhren 14 Kinder, 3 Erzieherinnen und unser Zivi Max in zwei 9-Sitzer-Bussen los.
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Nach über einer Stunde Fahrzeit haben wir eine Frühstückspause eingelegt.
Die Erzieherinnen haben für uns belegte Brötchen vorbereitet. Dazu gab es Rohkostgemüse. Und zum Trinken bekamen wir einen Fruchtsaft.
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Nach einer weiteren Stunde sind wir am Ziel angekommen.
Wir haben das Haus besichtigt und die Zimmer bezogen.
Vor dem Haus war ein Bauernhof mit einer Pferdekoppel. Und hinter dem Haus war ein großer Spielplatz mit einem Klettergerüst.
Das war toll. Wir haben uns die Pferde angeschaut und gleich den Spielplatz ausprobiert.
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Zu Hause haben wir uns schon überlegt, wer mit wem in einem Zimmer schlafen wird. Und ich habe mich gefreut, dass ich mich mit meinen Freunden absprechen durfte. Während wir auf dem Spielplatz gespielt haben, haben Carmen und Silvia mit den einzelnen Kindern die Betten bezogen. Wir haben die Koffer ausgepackt und die Wäsche in den Schrank gelegt.
Das Mädchenzimmer tauften wir "das wilde Hühner Zimmer", das Jungenzimmer tauften wir "das verrückte Kerle Zimmer." Das Zimmer der jüngsten Kinder nannten wir "das Zwergenzimmer." An jede Tür hängten wir einen Zettel, damit wir sehen konnten, wer in diesem Zimmer wohnt.
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In der Zwischenzeit hat unsere gute Küchenfee Lilian für uns das Mittagessen zubereitet. Die erste Mahlzeit im Ferienhaus, in dem wir die nächsten 5 Tage wohnen werden.
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Für die Ferientage haben wir einen Küchendienst eingeteilt. Heute bin ich dran. Jonas hilft mir.
Unsere Aufgabe ist es, den Tisch für alle zu decken, nach dem Essen das Geschirr in die Küche zu tragen und Lilian beim Abwaschen und Abtrocknen zu helfen. Jedes Kind muss einmal Küchendienst machen.
Am Nachmittag haben wir unseren Ferienort erkundet und sind in die Stadt gelaufen.
Unsere Mamas haben uns für jeden Tag Taschengeld mitgegeben. Das haben wir in die Ferienkasse einbezahlt. Carmen passt auf unser Geld auf. Jeden Tag dürfen wir Geld von der Ferienkasse abheben und uns etwas kaufen.
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Der Weg in die Stadt war 2 Kilometer lang. Und wir mussten die zwei Kilometer wieder zurücklaufen. Ich erwähne das an dieser Stelle, weil ich auf der Hinfahrt zu Silvia gesagt habe, dass ich nachts nicht gut schlafen kann, lange wach bleiben werde und wenn alle schlafen, Streiche anstellen werde. Ich glaube, sie war von meiner Idee nicht begeistert. Gesagt hat sie nichts, aber sie hat das Gesicht verzogen.
Zurück im Ferienhaus hat Lilian für alle das Abendbrot gerichtet. So ein langer Spaziergang macht aber auch hungrig. Und die Erzieherinnen haben uns versprochen, dass wir nach dem Abendessen unsere gekauften Süßigkeiten essen dürfen. Sozusagen als Betthupferle.
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Und nun seht mal, was aus meinem Plan, Streiche zu spielen geworden ist.
Nachts, wenn alle schlafen ...
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Das auf dem letzten Foto bin ich. Ich habe voll verpennt!!! Ich habe so fest geschlafen, dass ich gar nicht bemerkt habe, wie Silvia in unser Zimmer gekommen ist und Fotos gemacht hat. Voll gemein!!!
Aber am nächsten Morgen haben alle ausgeschlafen. Alle???
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Heute stand ein Ganztagesausflug nach Sigmaringen auf dem Programm. Dort sollten wir den Vormittag in einem Klettergarten verbringen und uns am Nachmittag die Stadt und das Schloß anschauen.
Als wir den Kletterpark sahen, blieben wir vor Staunen erst einmal stehen. Silvia hat uns am Eingang erklärt, dass wir 14 Jahre alt sein müssen, um auf das große Klettergerüst zu dürfen. Aber ich kann Euch sagen, der kleine Teil war auch nicht von schlechten Eltern.
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Nach einer Vesperpause sind wir in die Stadt gelaufen. Wir haben uns das schöne Schloß angeschaut und in der Stadt durften sich alle Kinder von ihrem Taschengeld ein Eis kaufen. Nur ich nicht - aber darüber will ich nicht "reden". Das ist mir voll peinlich.
Es war so ein heißer Tag.
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Während Lilian das Abendessen für uns kochte, begannen wir mit dem 1. Teil der Lagerolympiade. Jeder von uns bekam einen Laufzettel, in dem die Ergebnisse eingetragen wurden.
Das erste Spiel war Pedalolaufen.
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Das 2. Spiel war der Ballonlauf. Wir mussten einen aufgeblasenen Luftballon zwischen die Knie nehmen und eine vorgegebene Strecke zurücklegen. Ich habe gedacht, dass dieses Spiel so einfach ist und ich gewinnen werde. Aber ständig ist mir der Luftballon abgehauen. Es war doch nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte.
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Beim 3. Spiel mussten wir einen Teebeutel rückwärts so weit werfen, wie wir nur konnten. Das Ende des Teebeutels mussten wir in den Mund nehmen und dann werfen. Darin war ich wieder ganz gut. Mir ist der beste Wurf gelungen.
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Das letzte Spiel an diesem Abend war der Dreibeinlauf. Silvia und Carmen haben immer den Laufpartnern das innere Bein zusammengebunden. Wir mussten so schnell wir konnten die vorgegebene Strecke laufen. Hey, ich kann Euch sagen, das war gar nicht einfach. Aber es hat mir sehr viel Saß gemacht.
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Der nächste Tag war der Mittwoch. Auf dem Tagesprogramm stand ein ganztägiger Ausflug in das Erlebnisschwimmbad "Badkap" nach Albstadt.
Gleich nach dem Frühstück richteten wir unser Vesper für das Mittagessen und fuhren los. Ich konnte es kaum erwarten, bis wir endlich da waren.
Und ich kann Euch sagen: das war der schönste Tag auf der Ferienreise. In so einem Schwimmbad war ich noch nie. Die vielen Rutschbahnen und das Wellenbad sagten mir, dass es ein schöner Tag werden würde. Und auf dem Schwimmbadgelände gab es einen herrlichen Spielplatz mit einer Spritzpumpe. Die Wildwasserbahn hatte es in sich. Die war vielleicht wild und schnell. Wenn Ihr das Schwimmbad nicht kennt, müsst Ihr unbedingt mal nach Albstadt fahren. Es lohnt sich.
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Am Abend begannen wir mit dem zweiten Teil unserer Lagerolympiade.
Im ersten Spiel gingen wir auf Schmetterlingfang. Silvia stellte einen Elefanten auf den Boden. Als sie ihn einschaltete, kamen aus seinem langen Rüssel viele kleine, bunte Schmetterlinge. Diese mussten wir mit einem Netz einfangen - so viele wie es uns möglich war. Danach haben wir die Schmetterlinge gezählt und die Punkte verteilt.
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Das nächste Spiel war Tauziehen. Wir Kinder wurden in zwei gleich starke Mannschaften eingeteilt. Obwohl ich sehr stark bin und ich mich total angestrengt habe, hat meine Gruppe verloren. Das hat mich schon etwas geärgert, weil ich unbedingt einen Preis gewinnen wollte.
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Bein einem anderen Spiel wollte ich wieder vorne mit dabei sein und zu den Besten gehören. Carmen hat uns eine Schnur um den Bauch gebunden. An dieser Schnur hing ein Bleistift. Wir mussten nun versuchen, den Stift in eine Flasche zu bekommen. Die Hände durften wir dabei nicht benutzen. Wer die Hände benutzte, bekam für dieses Spiel keine Punkte. Die kleinen Kinder hatten eine Flasche mit einer größeren Öffnung. Das fand ich korrekt, denn sie können es noch nicht so gut wie wir Großen. Und alles lief auf Zeit.
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Am Mittwoch Abend haben wir hinter dem Haus gegrillt. Sascha war so müde, dass er auf der Bank eingeschlafen ist.
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Am Donnerstag stand wieder ein interessanter Ausflug auf dem Programm. Wir fuhren zum Affenberg. Dass es so etwas gibt, habe ich noch nie gehört. Ich war neugierig und ich wollte die Affen sehen.
Leider hat es an diesem Tag geregnet. Wir mussten auch eine Stunde mit dem Auto fahren, bis wir endlich da waren. Als wir aus dem Auto gestiegen sind, habe ich keine Affen gesehen. Dafür umso mehr Störche. Rings um uns herum hat es laut geklappert. Der kleine Jan hat sich sogar die Ohren zugehalten, so laut war es. Ich habe in meinem ganzen bisherigen Leben noch nie so viele Störche gesehen. Das war interessant.
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Aber was war mit den Affen?
Wir wollten doch die Affen sehen.
Dann entdeckten wir das Schild - zu den Affen. Diesem Weg folgten wir.
Wir kamen an einem Teich vorbei mit Enten und jungen Schwänen und an einem Gehege, in dem die Altstörche, die nicht mehr fliegen können, ihr Gnadenbrot bekommen.
Aber wo sind die Affen? Silvia hat gesagt, wir fahren zum Affenberg. Bis jetzt habe ich noch keinen einzigen Affen gesehen.
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Und dann kamen wir an ein Tor. Hier hat uns eine Frau erklärt, dass wir die Affen nicht anfassen dürfen. Das sind wilde Tiere, die nicht gestreichelt werden wollen. Aber welche Affen denn, ich habe noch keine gesehen.
Die Frau hat uns weiter gesagt, dass wir uns aus dem Korb Popcorn nehmen dürfen, um damit die Affen zu füttern. Das Popcorn sollen wir in der Hand behalten und nicht in unseren Taschen verstecken. Sonst könnte es sein, dass die Affen uns angreifen, weil sie das Popcorn haben wollen. Sie hat uns genau erklärt, dass wir nur die Affen füttern dürfen, die auf der Stange sitzen. Die anderen Tiere sollen wir in Ruhe lassen.
Dann durften wir hinein gehen.
Und endlich war es soweit. Wir konnten die Affen sehen und füttern. Ich hätte nicht geglaubt, dass ich den Affen so nah sein würde. Ich war vollkommen sprachlos und erstaunt.
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Zur Mittagszeit durften wir die Affenfütterung miterleben. Der Tierpfleger erzählte uns etwas über die Affen und zeigte uns das Alfamännchen und das Alfaweibchen. Fast 300 Berberaffen leben auf dem Affenberg.
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Dieser Ausflug war ein tolles Erlebnis. Noch heute erzählen wir uns beim Mittagessen von diesem einmaligen Erlebnis. Ich glaube nicht, dass ich nochmals auf den Affenberg komme.
Am Abend führten wir den letzen Teil der Lagerolympiade durch. Leider mussten wir diese Spiele im Haus spielen, da es regnete. Trotzdem machte es uns Spaß und wir strengten uns alle mächtig an.
Die letzten Spiele waren:
Der Eierlauf
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und das Brezel schnappen
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Am Freitag war schon unser letzter Tag. Ich konnte gar nicht glauben, dass die Ferienreise schon zu Ende sein soll. Gerne wäre ich noch etwas länger geblieben. Und so hieß es am Freitag Morgen nach dem Frühstück: die Betten abziehen, Koffer packen und die Zimmer putzen.
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Nachdem wir das Haus sauber hatten, folgte die Preisverleihung. Ich konnte es kaum erwarten, bis es endlich soweit war. Ich war gespannt, ob ich es geschafft hatte, die Lagerolympiade zu gewinnen und erster zu sein.
Jeder von uns erhielt eine Urkunde und einen Preis. Und dabei war es nicht wichtig, welchen Platz der Einzelne belegte. Wir waren alle sehr stolz auf die Urkunde und das Spiel, das wir als Gewinn erhalten haben. Übrigens: ich habe einen hervorragenden zweiten Platz belegt. Damit bin ich zufrieden.
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Die Ferienreise war so schön, dass ich im nächsten Jahr wieder mitfahren möchte. Mal sehen, wo es dann hingeht.
Von der Ferienreise berichtete Euch Euer Kevin,
ich bin zur Zeit das älteste Kind im Kinder- und Jugendhaus






































































































































































































