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Über uns

Vorwort


Die gesellschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren, die Einführung des Orientierungsplanes des Landes Banden-Württemberg und die damit verbundenen Veränderungen haben starke Auswirkungen auf das Kinder- und Jugendhaus. Dies veranlasste uns, die bisherige Konzeption zu überdenken und in Frage zu stellen, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden.
Die vorliegende Konzeption möchte die umfassenden Ziele, Inhalte und Schwerpunkte unserer Arbeit vorstellen und schriftlich erklären.

Genauso, wie sich die Gesellschaftsstrukturen verändern und weiterentwickeln, verändern sich auch die Bedingungen, unter denen unsere Kinder und Jugendliche aufwachsen. Mit diesem Wandel setzten wir uns in den letzten Monaten intensiv auseinander und sehen viel Handlungsbedarf, um den aktuellen Interessen und Anforderungen gerecht werden zu können.
Es ist nicht immer ganz leicht zu verstehen, weshalb die Kinder und Jugendlichen veränderte Bedingungen zum Heranwachsen benötigen; schon gar nicht, wenn diese auch Nachteile mit sich bringen.

Im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung, die allen Kindern und Jugendlichen gleichermaßen ein Lernfeld und Entwicklungsmöglichkeiten bieten will, versuchen wir tagtäglich, den Bedürfnissen des einzelnen Kindes und der gesamten Gruppe gerecht zu werden.

Und während das Bild der Familie und damit auch das Bild von Kindheit immer vielfältiger und unterschiedlicher wird, werden auch die Erwartungen an die Erziehung in unserer Tageseinrichtung vielfältiger.
Wir hoffen auf ein echtes Interesse und ernsthaftes Verständnis an unserer Arbeit. Für die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen wünschen wir uns eine konstruktive, intensive Zusammenarbeit mit allen, die Einfluss auf die Lebensbedingungen unserer Kinder und Heranwachsenden haben.

Zuletzt ist es uns ein Anliegen, Ihnen in aller Entschiedenheit und Deutlichkeit zu sagen, dass wir gerne mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten und uns für ihre Sorgen, Anliegen und ihre Entwicklung mit allen Kräften einsetzen
- so gut und so lange und so effektiv, wie es uns möglich ist!

Küssaberg, im Oktober 2010
Das Team des Kinder- und Jugendhauses
Silvia Schindler, Leitung

Einführung

Das Kinder- und Jugendhaus der Gemeinde Küssaberg Küssaberg liegt im Ortsteil Kadelburg. Der Gedanke einer Ganztageseinrichtung , in der sowohl Kleinkinder, Kindergartenkinder wie auch Schulkinder aufgenommen und betreut werden, wurde von einer Elterninitiative, die überwiegend aus alleinerziehenden Müttern und Vätern bestand, an die Gemeinde herangetragen. Die Gemeinde mit dem damaligen Bürgermeister Herr Paul Stoll erwarb das Haus mit dem dazuhgehörenden Grundstück und übernahm die Trägerschaft.

Die Einrichtung wurde am 01. Oktober 1990 eröffnet und ist eine sozialpädagogische Einrichtung zur Ganztagesbetreuung für 2- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche. In Einzelfällen werden Ausnahmegenehmigungen an das Landesjugendamt gestellt, die eine Aufnahme für 1-jährige Kinder genehmigen kann.


Aufgenommen werden Kinder aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten:
- Kinder berufstätiger Eltern
- Kinder Alleinerziehender und
- Kinder, deren Eltern auf Hilfe und Entlastung wegen ihrer sozialen Situation angewiesen sind oder ihre Erziehungsaufgabe nicht in ausreichendem Umfang wahrnehmen können.
Das Betreuungsangebot wurde mit dem Schuljahr 2006/2007 für Kinder ab dem 2. Lebensjahr erweitert.

In der Einrichtung können bis 20 Kinder und Jugendliche aufgenommen werden. Für Notfälle können wir zwei Plätze zur Verfügung stellen.

In den letzten Jahren hat die Gemeinde Küssaberg große Anstrengungen unternommen, um das Angebot der Ganztagesstätte aufrechterhalten zu können.
So wurde das Einzugsgebiet auf die umliegenden Gemeinden Hohentengen, Lauchringen, Klettgau und die Stadt Waldshut-Tiengen erweitert. Kinder, die in der Gemeinde Küssaberg leben, werden bevorzugt.

Über die Aufnahme eines Kindes entscheidet die Leitung im Einvernehmen mit der Gemeinde und dem Kreisjugendamt Waldshut-Tiengen.

Rahmenbedingungen

1. Räumlichkeiten und Außengelände

Das Kinder- und Jugendhaus liegt nahe am Ortsrand von Kadelburg, umgeben von einem neu entstandenen Wohngebiet und nahe der Grundschule. Auf der Rückseite des Hauses befindet sich das Neubaugebiet. An das Grundstück grenzen der Fußballplatz und die Basketballanlage. Bis auf weiteres kann ein großer Garten mit altem Baumbestand von der Einrichtung mitbenutzt werden.

Auf dem Grundstück gibt es, dank Spenden örtlicher Vereine, einen großen Sandkasten, eine Schaukel für Kleinkinder, eine Vogelnestschaukel und ein großes Trampolin. Die neueste Errungenschaft ist ein Spielhaus, das uns die die Firma Ritter spendete.


Die Kinder können sich frei und gefahrlos in einem bestimmten Radius ums Haus bewegen. Auf der Zufahrtsstraße, die überwiegend von den Eltern der Kinder befahren wird, ist das Bobbycar-, Dreirad-, Roller- und Fahrradfahren möglich und gestattet.

Das Haus bietet uns viele Räumlichkeiten, die uns bei multifunktionaler Nutzung genug Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung lassen. Im Eingangsbereich befindet sich die Garderobe mit den Schultaschenfächern für die Schulkinder und Ablagefächer für die Vorschulkinder. Gleich dahinter haben wir einen "Abstellraum". Hier steht eine Waschmaschine, ein Gefrierschrank und ein Kühlschrank. In diesem Raum haben wir zu Beginn des Jahres 2010 die Bildungsinsel "Werkraum / Holzwerkstatt" eingerichtet.


Durch eine Zwischentüre gelangen wir in das Erdgeschoss. Hier befindet sich die Toilettenanlage für die Kinder. Mit Aufnahnme von 1-jährigen Kindern haben wir ein Zimmer für die Kleinsten eingerichtet. Die Kinder gaben diesem Raum den Namen "Zwergenland". Des weiteren befindet sich die Küche, das Erzieher WC mit Dusche, ein Büro mit Personalraum sowie das Esszimmer im Erdgeschoss.
Im "Zwergenland" befindet sich als Schlafmöglichkeit ein Hochbett und im Büro sind Schlafmöglichkeiten für die Kleinsten hergerichtet, die je nach Bedürfnis über die Mittagszeit genutzt werden können.

In das Obergeschoss führt eine Holztreppe, abgesichert durch eine Absperrtüre. Hier befindet sich der in verschiedene Bildungsinseln eingeteilte Spiel-, Beschäftigungs- und Bildungsbereich. Hier finden die Kinder die Bildungsinsel "Kreativwerkstatt", die Bildungsinsel "Experimente - forschen und entdecken" und die Bildungsinsel "Technik". Im Juli 2010 haben die Kinder mit einer Praktikantin der Fachschule für Sozialpädagogik Musikinstrumente hergestellt und eine Musikecke eingerichtet.
Ein kleines Zimmer wurde zur Bildungsinsel "Wahrnehmung und Sinne" umgestaltet. Dieser Raum dient gleichzeitig als Rückzugsmöglichkeit. Hier verkleiden sich die Kinder gerne oder bauen Hütten als Schlupfwinkel.
In einem größeren Raum haben wir die Bildungsinseln "Zahlenland" und "Buchstabenecke" eingerichtet. Hier befindet sich eine Computerecke. Der PC steht allen Kindern mit den unterschiedlichsten Lernspielen und Lernprogrammen zur Verfügung. Auch eine Leseecke wurde eingerichtet.
Alle Zimmer im oberen Stock werden in der Zeit von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr für die Hausaufgabengruppen genutzt.
In allen Bildungsinseln kommen die jüngeren Kinder und die Schulkinder zusammen. Sie spielen und lernen gemeinsam und voneinander.



2. Öffnungszeiten

Das Kinder- und Jugendhaus hat eine tägliche Öffnungszeit von 10,5 Stunden.

Die Vorschulkinder können von Montag bis Freitag in der Zeit von 07.00 Uhr bis 17.30 Uhr die Ganztagesstätte besuchen.

Die Schulkinder haben die Möglichkeit, schon vor Unterrichtsbeginn in die Ganztagesstätte zu kommen. Sie werden von hier aus in die Schule geschickt. Sie kommen nach Schulende alleine in die Einrichtung. Ihnen steht während der Schulferien die Einrichtung ganztags zur Verfügung.

Auch wenn die Familie den Wohnsitz nicht in der Gemeinde Küssaberg hat, haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, die Grund- und Hauptschule in der Gemeinde zu besuchen. Hierzu müssen die Eltern oder Erziehungsberechtigten einen Antrag beim staatlichen Schulamt stellen.

Die Kinder und Jugendlichen erhalten ein selbst zubereitetes Mittagessen umd am Nachmittag (15.30 Uhr) eine Zwischenmahlzeit / einen Nachtisch.

Bei Bedarf haben die Kinder vor und nach dem Mittagessen die Möglichkeit, einen Mittagsschlaf zu halten.


3. Feste Ferienzeiten

Das Kinder- und Jugendhaus bleibt jedes Jahr 3 Wochen während der Schulsommerferien geschlossen. Zur Einstimmung in die Ferien werden wir mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam in der Woche vor unseren Sommerferien eine 5-tägige Ferienreise durchführen.

Eine weitere Schließungszeit gibt es für die Kinder- und Jugendlichen zwischen Weihnachten und Neujahr, die je nach Ferienlage bis zum Dreikönigstag (06. Januar) verlängert werden kann.

Schwimmbadbesuch



4. Elternbeiträge

Für das erste Kind: 350,00 €
Für das zweite Kind: 175,00 €
jedes weitere Kind bleibt gebührenfrei.

Solltes es den Eltern oder Erziehungsberechtigten nicht möglich sein, den Elternbeitrag zu leisten, kann eine Übernahme des Elternbeitrages beim zuständigen Jugendamt oder beim Sozialamt beantragt werden.


5. Das Personal

Für die pädagogische Arbeit in der Ganztagesstätte sind folgende Personen zuständig:

Leitung:

1 staatlich anerkannte Erzieherin, die für die pädagogischen, personellen und organisatorischen Bereiche der Ganztagesstätte verantwortlich ist.
Sie ist Vollzeit angestellt und arbeitet 39 Stunden wöchentlich mit den Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung.

Pädagogische Mitarbeiterin:

1 staatlich anerkannte Erzieherin, die 39,0 Stunden mit den Vorschul- und Schulkindern arbeitet.

Kinderpflegerin:

Sie arbeitet täglich 3 Stunden am Vormittag mit den Vorschulkindern und unterstützt das Team tatkräftig.

Erziehungshilfskraft:

Zudem unterstützt uns täglich für 4 Stunden am Nachmittag eine Mitarbeiterin, die in erster Linie für die hauswirtschaftlichen Arbeiten zuständig ist. Sie beschäftigt die Vorschulkinder während der Hausaufgaben- und Ruhezeit.

Zivildienstleistender:

Eine wichtige Bezugsperson für die Kinder und Jugendlichen ist unser Zivildienstleistender.
Er ist die einzige männliche Bezugsperson in der Einrichtung.
Er unterstützt das Team mit seinen handwerklichen Fähigkeiten, geht zum Einkaufen, beteiltigt sich am täglichen Kochen und erledigt alle Arbeiten, die anfallen.
Seine Arbeitszeit beträgt täglich 8,0 Stunden, unterbrochen durch eine Mittagspause.

IV Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Das Kinder- und Jugendhaus versteht sich als Bildungseinrichtung, die die Kinder vom Aufnahmetag bis zum letzten Tag in der Einrichtung in ihrer Entwicklung und Persönlichkeitswerdung optimal fördern will.
Unser Ziel ist es, den Kindern ein Umfeld und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohl fühlen und optimal in ihrem eigenen Tempo entwickeln können. Die Kinder und Jugendlichen sollen täglich aufs neue gerne und neugierig auf den Tag in die Einrichtung kommen. Wir wollen die Neugier aller Kinder unterstützen, deren eigenaktive Bildungsprozesse herausfordern und die Themen der Kinder aufgreifen und erweitern.
Hierbei orientieren wir uns an den vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg formulierten Bildungsbereichen:

- Körper
- Sinne
- Sprache
- Denken
- Gefühl und Mitgefühl
- Sinne, Werte und Religion.

Die sechs wichtigsten Leitlinien für unsere pädagogische Arbeit haben wir in den nachstehenden Absätzen zusammengefasst:

1. Die Kindertagesstätte ist ein Haus der Begegnung für Kinder, Jugendliche, Eltern und dem Erzieherteam.

2. In unserem Haus können die Kinder das gesamte Raumangebot nutzen und im und um das Haus an den selbst gewählten Orten
spielen.

3. Durch das enge Leben miteinander möchten wir den Benutzern des Hauses eine Haltung nahebringen, die von Achtung und
Wertschätzung des Nächsten geprägt ist.

4. Die Kinder werden von uns zur Auseinandersetzung mit ihrer Lebenswelt ermutigt und bei dieser aktiv begleitet.

5. Großen Wert legen wir darauf, dass die Vorschulkinder nicht nur ein Jahr vor der Schule, sondern - wie die Schulkinder auch -
während der gesamten Zeit, die sie in der Einrichtung sind, im kognitiven, emotionalen, motorischen und sozialen Bereich
gefördert werden.

6. "Hilf mir es selbst zu tun".
Dieser Satz von Maria Montessori steht dabei in allen Bereichen unseres Handelns immer im Vordergrund.


Projet T-Shirt batiken

Ein Tag im Kinder- und Jugendhaus


Ein Tag aus der Sicht unserer Vorschulkinder


Heute bin ich um 7.00 Uhr in das Kinder- und Jugendhaus gekommen. Meine Mama bringt mich jeden Tag mit dem Auto hierher. Anschließend fährt sie zur Arbeit. Wenn ich komme, bin ich mit der Erzieherin Silvia oder Carmen alleine. Meistens bin ich das erste Kind. Es ist schön, wenn mich die Erzieherinnen mit einem freundlichen "guten Morgen" begrüßen. Ich mag es, wenn Silvia oder Carmen Zeit für mich haben. Ich helfe, die Rolläden hochzuziehen und Tee für alle Kinder zu kochen.
Ich brauche nicht lange zu warten, bis meine Freunde und Spielkameraden kommen. Spätestens um 09.00 Uhr müssen alle da sein. Die Schulkinder gehen um 8.20 Uhr oder um 9.15 Uhr zur Schule. Bis sie wieder aus der Schule kommen, haben wir Vorschulkinder das ganze Haus für uns alleine.

Bis zum gemeinsamen Frühstück bewegen wir uns und toben im "Zwergenland", oder wir spielen und verkleiden uns im Zimmer der Sinne.
Um 09.00 Uhr frühstücken wir alle gemeinsam. Die Erzieherin kocht Kaba für uns. Heute hat Mama vergessen, mir ein Vesper einzupacken. Das ist aber nicht schlimm, denn im Kinder- und Jugendhaus gibt es Müsli, Cornflakes oder auch mal ein Brot mit Wurst , Käse oder der von uns selbst gemachten Marmelade. Jedes Kind hat eine eigene Tasse, mit einem Foto darauf.
Mit der Erzieherin und mit anderen Kindern bereite ich heute das Mittagessen vor. Zum Nachtisch backen wir manchmal einen Hefezopf, einen Kuchen, kochen Pudding oder machen eine Quarkspeise oder einen Obstsalat. Es gibt immer etwas zu helfen und ich habe richtig Spaß bei der Arbeit. Dabei kann ich immer mit einer Erzieherin plaudern.

Im Laufe des Vormittages mache ich mit Silvia Vorschulaufgaben. Ich will gut vorbereitet sein, wenn ich im Herbst in die Schule komme. Oder ich bastle mit Conny. Sie hat immer eine tolle Idee. Da mache ich auf jeden Fall mit. Das macht mir Freude.

Wenn ich Musik hören will, so kann ich in das große Hausaufgabenzimmer gehen und den Rekorder anstellen. Es ist schön, denn ich bin nicht alleine in dem Zimmer. Einige Freunde sind immer dabei.

Jeden Morgen spiele ich mit meinen Freunden und oft mache ich Quatsch mit ihnen. Besonders den kleinen Jan bringe ich mit meinem Unsinn zum Lachen. Wenn wir zu wild toben, dürfen wir in den Garten gehen und draußen spielen. In der Garage stehen jede Menge Fahrzeuge, mit denen wir auf der Straße und auf dem Sportplatz fahren dürfen. Ich muss der Erzieherin nur sagen, dass ich nach draußen gehe.

Eine Erzieherin spielt mit den Kindern, die Lust haben, ein Memorie-Spiel. Da mache ich gerne mit, denn das gehört zu meinen Lieblingsspielen. Ich bin richtig gut geworden. Es macht Spaß, gemeinsam zu spielen, auch wenn ich nicht immer gewinne. Ich kann auch schon richtig schwierige Puzzle zusammen setzen. Ich bin die Puzzlekönigin im Kinder- und Jugendhaus.

Heute darf ich mit dem Zivi einkaufen gehen. Wir brauchen für das Mittagessen Zutaten für Hackfleischküchle und den Kartoffelbrei. Die Rüben holen wir aus unserem Gemüsegarten. Wir kochen jeden Tag selbst. Auf dem Speiseplan steht heute das Gericht Kartoffelbrei mit Hackfleischküchle. Dazu gibt es einen Rübensalat.
Manchmal helfe ich beim Kochen mit. Ich kann schon die Kartoffeln und die Rüben schälen. Heute durfte ich sogar die Fleischküchle formen und anbraten.


Um 12.30 Uhr essen die Kinder und die Erzieherinnen gemeinsam zu Mittag. Die Schulkinder, die später aus der Schule kommen, setzten sich zu uns. Wir haben uns immer viel zu erzählen und zu besprechen, was wir am Nachmittag machen wollen.
Nach dem Mittagessen räume ich meinen Teller und das Besteck in die Spülmaschine. Danach gehe ich erst einmal Zähne putzen. Die kleineren Kinder legen sich hin und machen einen Mittagsschlaf. Ich darf nach draußen gehen, um mich auszutoben. Ich fahre gerne Fahrrad und lege mich in die Vogelnestschaukel oder klettere auf den Apfelbaum. Ich freue mich ganz besonders auf die Radtouren. Kein Weg ist mir zu weit.

Während die Schulkinder ihre Hausaufgaben machen, geht eine Erziehrin mit den Vorschulkindern zum Bauernhof oder zum Spielplatz. Einmal habe ich gesehen, wie ein Lämmchen geboren wurde. Das war ein besonderes Erlebnis.
Wenn es regnet, bleiben wir drin und basteln oder malen etwas, um das Haus und die Fenster zu schmücken. Ich bin sehr gespannt, was wir heute machen.
Ich freue mich besonders auf die Tage, an denen wir ins Hallenbad zum Schwimmen fahren, zum Turnen in die Schulsporthalle gehen oder auf den Waldtag. Die Tagesausflüge in den Schulferien sind immer sehr interessant und erlebnisreich. Ich kann es auch kaum erwarten, bis wir wieder zur 5-tägigen Ferienreise gehen.

Zwischen 17.00 Uhr und 17.30 Uhr werde ich von meiner Mama wieder abgeholt. Manchmal kommt auch der Papa. Ich habe dann sehr viel zu erzählen. Mit dem Auto fahre ich wieder nach Hause.

Bis zum nächsten Morgen kann ich mich von dem anstrengenden Tag erholen. Dann komme ich wieder.

Floß fahren auf der Insel Mainau

Waldtag mit Stockbrot grillen

Ein Ausflug zum Klettergarten

Ein Tag auf dem Affenberg in Salem

Schwimmbadbesuch auf der Ferienreise

Vergnügen und Spaß auf einem Spielplatz




Ein Tag aus der Sicht unserer Schulkinder

Das Kinder- und Jugendhaus ist eine Tagesstätte, die die früheren Altersbegrenzungen der traditionellen Kinderbetreuung aufbricht und somit Ihrem Kind die Möglichkeit gibt, in einer familienähnlichen Kindergruppe den Alltag zu erleben.
Besonders für Schulkinder bieten wir hier in der Einrichtung ein ausgeglichenes Angebot von Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung. Immer mit dem Ziel der größtmöglichen Selbständigkeit.

Das Schulkind kann vor Schulbeginn zu uns kommen. Wir schicken es rechtzeitig in die Schule. Nach Schulende kommt das Kind alleine ins Kinder- und Jugendhaus. Somit können Sie auch bei Schulstundenausfall sicher sein, dass Ihr Kind gut aufgehoben ist.

Hier nimmt es zuerst einmal mit der gesamten Gruppe und den Erzieherinnen das Mittagessen ein.

Während des Schulvormittages müssen die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang oft unterdrücken. Deshalb brauchen sie nach dem Mittagessen Freiraum als Ausgleich zu den geleisteten Anforderungen der Schule. Um 13.30 Uhr beginnen wir mit den Hausaufgaben und dem täglichen Üben.


Grundsätzlich werden die Hausaufgaben bei uns in der Einrichtung gemacht. Wir bieten den Schülern / den Schülerinnen Hilfestellung bei der Erledigung der Hausaufgaben und bieten bei Bedarf eine gezielte Lernhilfe an.

Grundsätzlich denken wir, dass es für die Schulkinder ein Vorteil ist, die Hausaufgaben in der Gemeinschaft / in kleinen Lerngruppen zu machen.
Zur Hausaufgabenbetreuung stehen uns drei Räume und drei Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen zur Verfügung. Die Gruppen werden nach Klasse und Alter zusammengefasst. Zwei bis fünf Schulkinder lernen in ihren Räumen. Jedes Kind hat einen festen Hausaufgabenplatz und immer die gleiche Bezugsperson. Die Hausaufgaben werden konrtolliert, die Schüler auf ihre Fehler hingewiesen. Zusätzlich zu den Hausaufgaben stellen wir den Schulkindern Lernmaterial und Lernangebote zur Verfügung, um sie in den Problemfächern zu unterstützen und zu fördern. Gerade im Grundschulalter legen wir besonderen Wert auf zusätzliches Lesen. Jedes Kind erhält von uns einen Lesevertrag.

Eine intensive Einzelbetreuung ist aus personellen Gründen nicht möglich. Daher werden Eltern, deren Kinder schulische Probleme aufweisen (Wissenslücken, Rückstände, Konzentrationsmängel) von uns darauf angesprochen. Zusammen mit den Eltern und der Schule suchen wir nach Lösungswegen. In einigen Fällen wird der schulpsychologische Dienst hinzugezogen.


Da wir Ihnen ein persönliches Interesse am schulischen Werdegang Ihres Kindes unterstellen, sollten die Vorbereitung auf eine Klassenarbeit, Auswendiglernen eines Gedichtes oder ähnliches von Ihnen, als Erziehungsberechtigte, zusätzlich zu Hause kontrolliert werden. Zeigen Sie Interesse am Tun Ihres Kindes. Sie werden ihnen dankbar sein.

Um ein Gesamtbild der schulischen Entwicklung des Kindes zu bekommen, ist ein enger Kontakt zwischen dem Kinder- und Jugendhaus und der Schule notwendig. Jedoch setzen wir uns nur mit den Lehrern Ihres Kindes in Verbindung, wenn wir dazu Ihr Einverständnis haben. Wir bitten die Eltern / Erziehungsberechtigten deshalb um Zusammenarbeit, um Ihrem Kind eine erfolgreiche Schulzeit zu ermöglichen.

Nach der Hausaufgabenzeit folgt das Freispiel oder ein Projektangebot.
Wir legen großen Wert auf das Freispiel, fördern und unterstützen es. Gezielte Angebote sollen zudem Sozialverhalten, Selbstbewusstsein, Kreativität, Geschicklichkeit und die Phantasie wecken und fördern.

Lebensraum Kinder- und Jugendhaus

das heißt:
den Alltag leben und gemeinsam gestalten


Leben aktiv gestalten

"Erziehung bedeutet nicht, etwas in den Menschen hinein zu tun,
sondern,
etwas aus ihm herauszuholen"

sagte Freobel- einer der bedeutendsten Pädagogen - schon vor einiger Zeit.

Und Maria Montessorie kommentierte - unserer Meinung nach - die Hauptaufgabe für uns Erziehende mit einem ihrer charakteristischen Lehrsätze:

"Hilf mir es selbst zu tun!"


Vorschulkinder kochen Pudding für den Nachtisch


Anhand dieser beiden Aussagen wollen wir Ihnen verständlich machen, dass die Arbeit in unserer Einrichtung nicht in einen festen Lehrplan zu pressen ist, sondern ganz gezielt auf die natürliche Anlage unserer Kinder und Jugendlichen, etwas lernen und sich weiterentwickeln zu wollen, aufgebaut ist.

Die Kinder kommen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und verschiedenen Bedürfnissen in die Ganztagesstätte. Wir sehen unsere Einrichtung als einen Ort aktiven Lebens.
Das heißt für uns, dass wir den Alltag mit den Vorschulkindern und den Schulkindern zusammen situativ planen und gestalten. Inhalte, die für den Ablauf des Tages erforderlich sind, werden mit den Kindern in unterschiedlichen Gesprächsformen besprochen und gemeinsam geführt.

Es ist uns wichtig, dass das Kinder- und Jugendhaus nicht als "geschlossener Raum" gesehen wird und isoliert dasteht.
Deshalb stellen wir mit den Kindern und Jugendlichen durch Unternehmungen außerhalb der Einrichtung Verbindungen her, die mit unserem Alltag in Verbindung stehen. Die Kinder begleiten uns beim Einkaufen von Lebensmitteln, wir gehen zur Post, wir bringen den getrennten Müll zum Recyclinghof, holen Holz beim Schreiner und erledigen Botengänge zum Rathaus.

Die Öffnung des Kinder- und Jugendhauses nach außen ist uns ebenso wichtig. Das soll die Kinder und Jugendlichen befähigen, freie Zeit zu gestalten, soziale Kontakte außerhalb der Einrichtung anzuknüpfen und zu pflegen, besonderen Interessen nach zu gehen, für die in der Tagesstätte keine Angebote bestehen.
Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Einrichtung auch für die Freunde unserer Tageskinder geöffnet ist. Sie können nach Absprache Freunde in die Einrichtung mitbringen oder diese zu Hause besuchen.

Ein fester Bestandteil in der Gestaltung unseres Kinder- und Jugendhausalltages ist das Feiern von Festen.

Gebeinsam Geburtstag feiern


Auch beschließen wir das Kinder- und Jugendhausjahr, bevor wir in die Sommerferien gehen, mit einer 5-tägigen Ferienreise.
Selbst hier werden die Kinder und Jugendlichen in die Planung, Vorbereitung und Durchführung mit einbezogen. Wir sind sehr daran interessiert, dass möglichst alle Kinder an unserer Ferienreise teilnehmen.

Das Jungenzimmer auf der Ferienreise

Taschengeld ausgeben auf der Ferienreise

Altersmischung

Was Eltern in erster Linie brauchen, ist ein verlässliches Angebot, insbesondere um die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kinderbetreuung sicherzustellen. Dies gelingt nur bei ausreichend langen Öffnungszeiten, das heißt, es muss eine Ganztagesversorgung gewährleistet sein. Das bedeutet auch, dass es Tageseinrichtungen für Kinder aller Altersstufen geben muss.
In Gruppen mit erweiterter Altersmischung sind Eltern viele Sorgen los. Die Idee, Kinder mit einer so großen Altersspanne aufzunehmen, entstand durch die nicht vorhandenen Ganztageseinrichtungen, auch für die Kinder im Vorschulalter.

Die Ganztagesbetreuung, wie sie im Kinder- und Jugendhaus praktiziert wird, wird für die Kinder und Jugendlichen zu einem sehr bedeutsamen Lebens- und Entwicklungsraum. Dies gilt um so mehr, wenn durch lange Verweildauer der Kinder diese sehr enge Bindungen zu den Erzieherinnen und den Mitarbeitern aufgebut haben.

Die langjährigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Kinder von der Altersmischung vor allem deshalb profitieren, weil sie in jedem Entwicklungsalter für ihre individuellen Neigungen und Fähigkeiten passende Partner finden, die in ihrem Lebensalter durchaus relativ weit auseinander liegen können.
Sie lernen aber auch auf unterschiedlichen Entwicklungsniveaus voneinander, sowohl die Kleineren von den Größeren als auch umgekehrt. Die kleinen Kinder entwickeln sich rascher als in herkömmlichen Gruppen, besonders im Spracherwerb. Kinder mit Entwicklungsrückständen werden nicht zu Außenseitern. Sie lernen gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft. Indem ältere Schüler den jüngeren Kindern etwas vermitteln, gewinnen sie durch Übung und Wiederholen mehr eigene Sicherheit. Sie lernen altersspezifische Bedürfnisse und unterschiedliches Verhalten in verschiedenen Lebensphasen kennen und entwickeln mehr Verständnis füreinander.
Sie lernen beispielsweise, dass Regeln nur entwicklungsabhängig einen Sinn haben und daher nicht für alle gleichermaßen gelten können.
Die günstigen Entwicklungsbedingungen in der altersgemischten Gruppe werden unter anderem durch ein positives soziales Klima ermöglicht. Die Ballungen von Bedürfnissen und die gleichzeitige Durchführung von Aktivitäten mit der großen Gruppe entfallen.

Es gibt insgesamt nicht mehr als 20 Kinder und Jugendliche in der Einrichtung. Es herrscht eine familiäre Atmosphäre in der Einrichtung. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Einrichtung auch für Freunde unserer Tageskinder geöffnet ist. Sie können nach Absprache Freunde in die Einrichtung mitbringen.

Die Vorschul- und Schulkinder organisieren sich in größerem Masse selbst. Das Zusammenleben im Kinder- und Jugendhaus erfährt insgesamt eine wesentlich größere Altersorientierung als in herkömmlichen Einrichtungen.

Die Beteiligung der Kinder an betrieblichen Abläufen, wie etwa das Einkaufen, Kochen und Putzen, wird selbstverständlich. Die geringe Zahl entwicklungsgleicher Kinder ermöglicht uns zu "gruppenübergreifenden" Aktivitäten und Beschäftigungsangeboten mit erweitertem Spiel- und Materialangebot.

Jedes Kind hat sein "Ämtchen"

Gemeinsam sind die Kinder stark

"Wege entstehen beim Gehen"


1. Jedes Kind als Persönlichkeit achten

Jedes Kind hat individuelle Merkmale und Verhaltensweisen, die seine Persönlichkeit ausmachen.

Wir motivieren die Kinder, eigene Wünsche und Ideen einzubringen und andere Meinungen auch gelten zu lassen. Sie lernen das Eigentum und die Bedürfnisse anderer zu respektieren. Dies erfahren sie durch praktisches Vor- und Erleben in alltäglichen Situationen.

Hier erkennen wir Stärken und auch Schwächen der Kinder, auf die wir individuell eingehen. Wir ermöglichen den Kindern, Selbstvertrauen aufzubauen und zu stärken, indem sie Erfahrungen im eigenen Tun sammeln können.

"Erziehung zur Selbständigkeit muss durch eigenes Tun geschehen."


2. Die Selbständigkeit aufbauen und festigen

Die Kinder möchten selbständig handeln. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder und Jugendlichen in Situationen aus ihrem Lebensumfeld selbständiges Handeln üben.
Dies heißt, dass sie Situationen des Alltags erkennen, in ihnen einen Sinnzusammenhang sehen und zum eigenständigen Handeln motiviert werden.

Dabei werden die Kinder von uns begleitet und ermutigt, eigene Lösungswege zu finden. Wir unterstützen die Kinder dort, wo noch Unsicherheiten in ihrem selbständigen Tun bestehen, und sind bedacht darauf, dass sich die Kinder und Jugendlichen auch untereinander helfen.



3. Entdeckungs- und Entfaltungsräume schaffen

Kinder brauchen Orte, an welchen sie unbeobachtet sein wollen und spielen können. wir bieten den Kinder Räume, die sie frei wählen können, um ihre Zeit dort selbstbestimmt zu gestalten. Erfahrungen vielfältiger Art werden dabei gemacht.

Wir geben Kindern durch bauen von Hütten oder auch durch Spaziergänge in den Wald die Möglichkeit, sich aus der Gruppe zurückzuziehen, um mit ihren Spielkameraden/-kameradinnen oder auch alleine an einem selbst gewählten Spielort eigene Ideen und vorstellungen umzusetzen.
Erfahrungen und Entdeckungen wie: "wie besteige ich einen steilen Hügel und wie komme ich ihn unbeschadet herunter" oder "wie baue ich eine Hütte, Höhle" und "wie komme ich den Baum hinauf, ohne dass ich herunterfalle" bereichern das Kind und fördern es in seiner Entwicklung.


Wir bieten individuelle und altersentsprechende Entfaltungsmöglichkeiten an. Gelegenheiten, um die unterschiedlichsten Erfahrungen sammeln zu können, finden die Kinder und Jugendlichen an selbstgewählten Orten für Bewegungs- und Rollenspiele.
Eigene Ideen umsetzen können die Kinder und Jugendlichen in der Bildungsinsel "Werkraum" und in der Bildungsinsel "Kreativbereich".
Auch das große Außengelände der Tagesstätte bietet genügend Anreiz für Kreativität und phantasievolle Spiele.


4. Bewegungsmöglichkeiten schaffen



"Wer sich nicht bewegt, bleibt sitzen"

Kinder wollen rennen, klettern, springen und toben. Durch diese Bewegungsmöglichkeiten lernen sie ihre körperlichen Fähigkeiten und Grenzen kennen und können Bewegungsabläufe üben und erweitern.

Uns ist es wichtig, den Kindern und auch den Jugendlichen, diese Bewegungsmöglichkeiten zu bieten, da es eine gesicherte Erkenntnis ist, dass die geistige Entwicklung des Menschen durch körperliche Bewegungsabläufe unterstützt wird.
Deshalb dürfen alle Kinder ihrem Bedürfnis nach Bewegung auf unserem großzügigen Außengelände selbstbestimmt und wetterunabhängig während des ganzen Tages nachgehen. Den Kindern stehen in der Einrichtung Fahrräder, Roller, Dreiräder und Bobbycars zur Verfügung. Sie dürfen auf Bäumen und im Gelände klettern.

Zusätzlich bieten wir Bewegungsangebote außerhalb des Kinder- und Jugendhauses an. Wir unternehmen Fahrradtouren, besuchen große Spielplätze in der Umgebung, gehen spazieren und wandern und nutzen im Winter das Hallenbad und im Sommer das Freibad zum regelmäßigen Schwimmen. Ein Mal in der Woche steht uns die Schulsporthalle zur Verfügung.

In den Schulferien planen wir Aktionstage wie zum Beispiel "ein Tag in der Kletterhalle oder im Klettergarten" oder einen Ausflug zum Hallenspiel- und Hallentobeplatz "Berolino".

Pro und Contra aus der Sicht unserer Tageskinder


"Ich freue mich, dass ich jeden Morgen einer der Ersten bin. So kann ich noch mit der Erzieherin ein Spiel machen, bevor ich in die Schule muss."
Gino, 6 Jahre, Schulkind

"Es ist schön, dass wir den ganzen Sommer über im Freien sind. Ich liebe die Fahrradtouren. Kein Weg ist mir zu weit. Uns fallen immer ganz tolle Dinge ein, die wir machen können."
Sascha, 8 Jahre, Schulkind

"Mir gefallen die Ausflüge so gut. Die Ferienreise war zu kurz für mich. Ich wollte länger bleiben. Bei der Lagerolympiade habe ich einen Preis gewonnen. Ich mag es überhaupt nicht, wenn mich die anderen Kinder auslachen oder beleidigen."
Nathalie, 5 Jahre, Vorschulkind

"Ich will überhaupt keinen Mittagsschlaf mehr machen, auch wenn ich sehr müde bin. Aber Carmen oder Silvia sagen immer, dass ich schlafen muss. Viel lieber würde ich draußen spielen."
Leandro, 3 Jahre, Vorschulkind

"Unsere Ausflüge sind klasse. Wir gehen ins Schwimmbad, ins Wildgehege, in den Schwarzwaldpark nach Löffingen, in den Zoo oder in ein Museum. Wir waren auch schon in der Kletterhalle oder im Klettergarten und reiten. Wir erleben immer ganz viel. Und es macht Spaß. Langweilig wird es mir nie."
Kevin, 10 Jahre, Schulkind

Am liebsten spiele ich im Zwergenland und übe mich im klettern. Ich habe keine Angst. Aber ich kann es nicht leiden, wenn jemand mir weh macht oder mich ärgert."
Michelle, 3 Jahre, Vorschulkind

"Ich bin gerne im Kinder- und Jugendhaus und fühle mich wohl hier. Hier habe ich Freunde gefunden, mit denen ich spielen kann. Wir sind eine Mädchenclique und manchmal sorgen wir für Zickenterror. Meine Hausaufgaben mache ich gar nicht gerne. Aber die Erzieherinnen achten darauf, dass ich sie mache. Mit Hilfe geht es. Viel lieber würde ich mit meinen Freundinnen die Jungs ärgern."
Eyleen, 8 Jahre, Schulkind

"Ich helfe gerne den kleinen Kindern, wenn sie etwas nicht alleine machen können. Aber manchmal ärgere ich mich über sie, weil sie uns alles kaputt machen, was wir gebaut haben."
Tobias, 8 Jahre, Schulkind

"Am liebsten spiele ich mit meinen Freunden. Es ist nie langweilig, denn ich bin nicht alleine. Mir gefällt es, was wir im Kinder- und Jugendhaus machen. Ich komme gerne her. Ich bastle gerne und mache Geschenke für meine Mama. Auf der Ferienreise, im Wellenbad und im Berolino war es sooooooo schön."
Samuele, 4 Jahre, Vorschulkind

"Ich mag die Spiele im Kinder- und Jugendhaus. Am liebsten spiele ich mit den Erzieherinnen ein Spiel. Da muss ich mich immer anstrengen, weil ich gewinnen will."
Jonas, 5 Jahre, Vorschulkind

"Wenn ich will, kann ich alleine nach draußen gehen. Ich muss aber vorher einer Erzieherin Bescheid sagen. Ich freue mich, dass ich hier schreien und toben darf. Ich fahre gerne mit dem Bobbycar durch die Gegend."
David, 3 Jahre, Vorschulkind

"Mir macht es Spaß, beim Kochen zu helfen. In der Küche kann ich schön mit der Erzieherin reden, und ich habe immer viel zu erzählen. Ich helfe gerne mit. Meine Hausaufgaben mache ich am liebsten mit Carmen. Ich lerne mit ihr jeden Tag. Mir gefällt es, dass wir mit den Materialien basteln und mit den Farben Experimente machen können. Ich freue mich, wenn wir Ausflüge machen und zur Ferienreise gehen. Im Kinder- und Jugendhaus ist es schön, aber ich kann es nicht leiden, wenn die Jungs uns Mädchen ärgern."
Lea, 6 Jahre, Schulkind

"Ich freue mich, wenn Carmen und Conny mit mir in die Turnhalle und ins Schwimmbad gehen. Und ich mag die Schafe, zu denen wir oft laufen. Auf dem Affenberg habe ich die Affen gefüttert. Das war toll."
Jan, 2 Jahre, Kleinkind

"Mir gefällt die neue Kreativecke so gut. Ich habe immer neue Ideen, was ich basteln kann. Meine beste Freundin ist Lea. Mit ihr mache ich alles gemeinsam. Ich komme gerne hierher. Die Ferienreise war toll. Ich habe viel erlebt. Das Abenteuerschwimmbad in Albstadt hat mir besonders gut gefallen. Ich konnte vom Wellenbad nicht genug bekommen."
Sophie, 8 Jahre, Schulkind

"Mir schmeckt das leckere Essen. Manchmal darf ich beim Kochen helfen. Bei der Übernachtung im Kinder- und Jugendhaus durfte ich ganz alleine Spaghetti Bolognese für alle Kinder und die Erzieherinnen kochen. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich, dass Silvia mit mir für die Schule lernt und mir bei den Hausaufgaben hilft, wenn ich nicht mehr weiter weiss. Es gefällt mir, dass es einen Werkraum gibt, in dem ich hammern, nageln, sägen und mit der Bohrmaschine Löcher bohren darf. Die Projekte sind klasse. Ich mache gerne mit.
Ich mag es überhaupt nicht, wenn mein kleiner Bruder geärgert wird. Ihn beschütze ich."
Gino, 6 Jahre

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Zusammenarbeit zwischen dem Personal des Kinder- und Jugendhauses mit den Eltern der aufgenommenen Kinder soll der Erfüllung des Auftrages hinsichtlich der Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes dienen.

Wir möchten unsere Kinder in ganzheitlicher Form erziehen, das bedeutet, dass wir, soweit möglich, alle Faktoren aus der unmittelbaren Lebenswelt des Kindes mit einbeziehen. Dazu gehören in aller erster Linie die Eltern.
Sie haben als Sorgeberechtigte die erste und höchste Verantwortung gegenüber ihrem Kind. Sie sind die Ersterziehenden ihrer Kinder und ihr Bemühen und die Sorge um das Kind muss geachtet und respektiert werden.
Es ist uns wichtig, das Lebensumfeld der Schützlinge in der Ganztagesstätte und zu Hause mit den Eltern gemeinsam zu reflektieren.
Deshalb ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Eltern und Erzieherinnen erforderlich.
Um den Eltern einen Einblick in unserer Arbeit zu geben, ist bei der Aufnahme des Kindes in die Einrichtung ein Einführungsgespräch Voraussetzung.
Unsere Arbeit mit den Eltern ist darauf ausgerichtet, ein vertrauensvolles Miteinander zu schaffen und eine gute Gesprächsbasis zu finden.

Wir wünschen uns eine positive Grundeinstellung der Elternschaft unserer Einrichtung gegenüber, die es ihnen erleichtert, uns tagtäglich Iire Kinder anzuvertrauen und gerne zu bringen.

Durch umfassende Informationen über uns und unsere Arbeit möchten wir eine Bezugsebene schaffen, die dazu führt, dass unsere Arbeit und unsere Schützlinge verstanden, ernst genommen und geschätzt werden.

Wir möchten die Eltern in regelmäßigen Abständen über den Entwicklungsstand ihrer Kinder aus unserer Sicht informieren und gemeinsam mit ihnen Entwicklungsmöglichkeiten erarbeiten.

Um miteinander in Kontakt zu kommen und zu bleiben, feiern wir gemeinsam Feste und gehen ab und zu auch zu Hausbesuchen. Auch das traditionelle "Tür- und Angelgespräch" beim Bringen und Holen der Kinder bietet täglich die Möglichkeit eines kurzen Austausches. Zudem ermöglichen wir es den Eltern, tageweise bei uns hineinzuschnuppern und einen Tag gemeinsam mit uns zu verbringen.

Kooperationsformen

1. Zusammenarbeit mit Schulen

Durch die Schulkinder im Kinder- und Jugendhaus beseht ein regelmäßiger Austausch zwischen den jeweiligen Klassenlehrern / Klassenlehrerinnen und den Erzieherinnen der Schulkinder, die diese bei den Hausaufgaben und im schulischen Bereich betreuen.
In manchen Fällen nehmen die Erzieherinnen an Elternabenden in der Schule teil.

Um den Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern, gehen sie im Jahr vor der Einschulung in die Schule, um einige Zeit mit der Kooperationslehrerin zu verbringen. sie knüpfen erste Kontakte mit der Schule und den Einschulkindern des örtllichen Kindergartens.

Zukünftige Schulkinder basteln eine Schultüte


Regelmäßig machen Schülerinnen von verschiedenen allgemein bildenden Schulen in unserer Einrichtung ein "Schnupperpraktikum", um die Arbeit der Erzieherin in einer altersgemischten Einrichtung kennen zu lernen.

Aus der Fachschule für Sozialpädagogik in Waldshut absolvieren jährlich Schülerinnen in unserer Tagesstätte ihr Praktikum, um die theoretischen Lerninhalte durch praktische Erfahrungen zu vertiefen.


2. Zusammenarbeit mit begleitenden Diensten und Beratungsstellen

... und wenn wir nicht mehr weiter wissen...

Es kann schon mal sein, dass unsere Möglichkeiten alleine nicht ausreichen, um einen Kind / einem Jugendlichen gerecht zu werden. Um die Eltern kompetent beraten zu können, ist es notwendig, dass wir Erzieherinnen über das Angebot und die Arbeit von Beratungsstellen informiert sind.

Mit folgenden Stellen arbeiten wir immer wieder zusammen:

  • Sozialarbeiter / Sozialarbeiterinnen des Kreisjugendamtes
  • Beratungs- und Förderzentrum für entwicklungsverzögerte Kinder und deren Eltern
  • Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern
  • Schulpsychologischer Dienst
  • Sprachtherapeuten
  • psychologischen Beratungsstellen
  • Kinderärzten


Wir sind auf Wunsch der Eltern gerne bereit, sie zu den Beratungsstellen zu begleiten, um Ihnen den ersten Schritt dorthin zu erleichtern und die ersten Kontakte zu knüpfen.

Adressen von begleitenden Diensten und Beratungsstellen können Sie bei den Erzieherinnen im Kinder- und Jugendhaus erfragen!


3. Unsere Ansprechpartner im Rathaus sind:

  • Herr Bürgermeister Alexander Fink
  • Hausmeister und Bauhof, die alle anfallenden Reparaturen, die wir nicht selbst durchführen können, für uns erledigen
  • Haupt- und Personalamt, das zuständig ist für die Personalangelegenheiten, für die Urlaubsregelung und Krankheitsvertretung des Personals
  • Rechnungsamt, bei dem wir den Haushaltsetat beantragen, mit dem wir unsere Handkasse und Einkäufe abrechnen
  • Gemeindekasse, die zuständig ist für die Abrechnung der Elternbeiträge
  • Bauamt, das verantwortlich ist für die Gebäudeunterhaltung und die Außenanlage
  • Boten der Gemeinde Küssaberg, die dafür sorgen, dass uns der Schriftverkehr zugestellt wird

Kein Tag wie jeder andere


-Von A bis Z -

In diesem Alphabet finden Sie wichtige Aspekte unseres Alltages. Wir präsentieren Ihnen in dieser Form einen Querschnitt unseres Ablaufs, da wir einen regelmäßigen Tagesablauf für unsere Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen nicht für angemessen erachten.

Wie die Überschrift dieses Kapitels schon sagt, ist "kein Tag wie jeder andere."
Und das ist gut so!!!


A wie Ankunft

Wir wissen einen gemütlichen und stressfreien Beginn in den Tag sehr zu schätzen. Dennoch wünschen wir uns, dass alle Kinder bis spätestens 09.00 Uhr bei uns angekommen sind.
Wir frühstücken zu dieser Zeit alle miteinander und besprechen mit den Vorschulkindern die Vorhaben, Pläne und Wünsche für den Tag.
Kinder, die regelmäßig später kommen erleben, dass sich die Spielgruppen bereits gebildet und gefestigt haben und ihre Wünsche keine Berücksichtigung mehr finden.


B wie Begrüßung

Wir legen großen Wert auf eine persönliche Begrüßung. Der Tag beginnt mit einem freundlichen "guten Morgen." Das tut keinem weh und wir freuen uns, wenn wir froh gelaunt beginnen können. So registrieren wir, dass die Kinder in der Einrichtung angekommen sind. Genauso möchten wir es mit der Verabschiedung halten. Schon alleine der Aufsichtspflicht wegen, die es erfordert, dass wir wissen, dass die Buskinder gegangen sind und wann und mit wem die Kinder, die abgeholt werden, nach Hause gehen.


C wie Christkind, oder was wir sonst noch feiern

Das höchste Fest im Jahreslauf eines Kindes ist ohne Zweifel der Geburtstag. Die Geburtstagsfeier ist zu einem festen Bestandteil in unserer Jahresplanung geworden. An "seinem Tag" wollen wir das Kind oder den Jugendlichen in besonderer Form hervorheben. Die Feier besprechen wir im Einzelfall mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten. Wir feiern auch Feste wie Fasnacht, Ostern, Nikolaus und Weihnachten.
Bei genügend Interesse feiern wir mit den Eltern im Sommer ein Grillfest.


D wie daheim bleiben

Ab 09.00 Uhr planen wir die Anwesenheit aller Kinder und Jugendlichen für das Mittagessen, für Teilgruppenarbeiten oder andere Aktionen ein. bis zu diesem Zeitpunkt bitten wir die Eltern und Erziehungsberechtigten um eine kurze telefonische Mitteilung, wenn das Kind an einem Tag nicht kommt oder krank ist. Wir bitten auch um eine Information, wenn das Kind über einen längeren Zeitraum die Einrichtung nicht besuchen kann.


E wie Essen und Esstisch

Die Kinder bringen sich ihr Frühstück selbst mit. Wir legen jedoch Wert darauf, dass sie nicht bereits zum Frühstück "Süßes" essen. Die Kinder können zwischen Milch, Kakao oder Tee wählen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen werden die Speisepläne für das Mittagessen zusammengestellt. Dabei achten wir jedoch auf eine gesunde, vitaminreiche, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.

Das Mittagessen wird abwechselnd vom Personal der Einrichtung zubereitet. Für die Kinder und Jugendlichen besteht die Möglichkeit, mitzuhelfen. So kommt es vor, dass in den Schulferien die Schulkinder für alle kochen. Die Vorschulkinder bereiten oft den Nachtisch für alle Kinder zu.

Die Kinder entscheiden selbständig, an welchen Platz und neben wem sie sitzen wollen. Es gibt keine feste Sitzordnung. An jedem Tisch sitzt eine Erzieherin.
Die Kinder holen sich das Essen selbst aus der Küche. Das Mittagessen nutzen wir für gemeinsame Gespräche. Besonders die Schulkinder haben uns jeden Tag aufs neue viel von ihrem Schulalltag zu erzählen.
Nach dem Essen räumt jedes Kind sein Gedeck in die Spülmaschine ein. Zum Trinken gibt es Tee, Mineralwasser und unseren selbstgepressten Apfelsaft.
Am Nachmittag erhalten die Kinder einen selbst zubereiteten Nachtisch.
Die Kinder und Jugendlichen sollen in einer gemütlichen Atmosphäre die ästhetische Gestaltung des Essbereiches und die Gemeinschaft schätzen.


F wie Freundschaften

Freundschaften sind im Vorschulbereich mehr Interessengemeinschaften, die meist nicht von langer Dauer sind. Die Gruppe der Vorschulkinder wechselt die Spielpartner des öfteren. Bedingt durch die geringe Anzahl von Vorschulkindern, haben alle Kinder Kontakt zueinander und die Bindung untereinander ist intensiver als in herkömmlichen Kindergartengruppen.
Nach Schulende mischen sich die Schulkinder und die Vorschulkinder und neue Interessengemeinschaften bilden sich.
Erst im Laufe der Schulzeit lernen Kinder, Freundschaften zu pflegen und zu erhalten. Freundschaften sind wichtig. Wir gestatten den Kindern und Jugendlichen, nach Absprache, ihre Freunde und Schulkameraden / -kameradinnen mit in das Kinder- und Jugendhaus zu bringen. In Absprache mit den Eltern befürworten wir, dass die Kinder ihre Freunde auch zu Hause besuchen dürfen.


G wie Gruppenarbeit und Gruppengefühl

Um einen harmonischen Ablauf des Zusammenlebens im Alltag zu sichern, arbeiten wir stark an gruppendynamischen Prozessen. Im Kinder- und Jugendhaus sind alle Altersstufen von 1 bis 14 Jahren vertreten. Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, sich gegenseitig zu akzeptieren, zu respektieren und tolerant zu sein. Sie lernen Hilfsbereitschaft und, dass sie es nicht nötig haben, andere auszuschließen. In gemeinsamen Programmangeboten stärken wir die positiven Aspekte des Zusammenseins.
Wir bieten besonders in den Schulferien Angebote und Aktivitäten an, die wir mit der gesamten Gruppe durchführen. Um jedoch allen Altersgruppen und ihren Bedürfnissen und Interessen gerecht werden zu können, planen wir auch Angebote, die wir für die Schul- und Vorschulkinder trennen.


H wie Hofsituation

Die Aufenthaltszeiten der Kinder und Jugendlichen im Außenspielbereich geben ihnen die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben und mit den vorhandenen Spielmaterialien im Freien zu spielen und sich zu bewegen. Für alle Kinder stehen in der Garage Fahrzeuge wie Bobbycar, Roller, Dreirad, Fahrrad, Rollschuhe oder Inliner bereit. Selbstverständlich können die Kinder ihre eigenen Fahrzeuge und Spielgeräte von zu Hause mitbringen. Schutzmassnahmen wie Fahrradhelm und Fallschutz für Inliner sind Pflicht!!!
Während der Sommermonate verlagern wir alle Aktivitäten ins Freie. Die Kinder wählen frei, ob und wie sie sich aktiv betätigen, es sich irgendwo gemütlich machen oder anderen einfach nur zusehen möchten. Im Freien knüpfen die Kinder und Jugendlichen unserer Einrichtung Kontakte zu Nachbarskindern oder zu Kindern und Jugendlichen aus dem Ort, die sich auf dem Fußballplatz und der Basketballanlage aufhalten.
Da wir die Bewegung aller Kinder befürworten, nutzen wir täglich einige Zeit, um draußen zu sein, auch bei Regenwetter. Auch die Schulkinder gehen nach dem Mittagessen bis zu Beginn der Hausaufgabenzeit ins Freie.

Die seit Jahrzehnten üblichen Bandengründungen mit dem Ausfindigmachen von "Chefs" und "Bestimmern" ist heute noch zu beobachten. Dies macht den Beteiligten viel Spaß und stärkt das Rollenverständnis. Es ist schön zu beobachten, wie sich Vorschulkinder und Schulkinder mischen und beteiligen. Gemeinsam spielen die Kinder "Verstecken." Hier sind alle eingebunden.
Wir hoffen auf viel Verständnis, dass das Matschen und Buddeln im Sand und der Aufenthalt im Freien bei Regenwetter mit dreckigen Kleidern verbunden ist und raten den Eltern zum Vorbeugen, indem sie ihren Kindern nicht die allerbesten Kleider anziehen. Da wir über eine Waschmaschine verfügen und die schmutzigen Kleider selbst waschen, bitten wir die Eltern, dass sie ihren Kindern Ersatzkleider mitgeben, die in der Einrichtung bleiben. Schulkinder können sich nach Schulende umziehen, und ihre "Matschhosen" anziehen. Gummistiefel und Regenjacke dürfen am Garderobenplatz eines jeden Kindes nicht fehlen.


I wie Impulse

Die Hauptaufgabe des Erziehers besteht darin, zur rechten Zeit den richtigen Impuls zu setzen.
Wenn das Material und der Raum die Anliegen der Kinder und Jugendlichen unterstützen, ist dies am ehesten der Entwicklung des kindlichen Selbstvertrauens dienlich. Von Zeit zu Zeit werden wir das Materialangebot wechseln und die Bildungsinseln verändern.


J wie Jux oder einfach "Spaß gemacht"

Ohne dass wir uns sonderlich bemühen müssen, bereitet jeder Tag, an dem wir mit den Kindern und Jugendlichen verbringen und gestalten dürfen, oft sehr viel Spaß und Freude.
Wir finden es wichtig, im Alltag mit unseren Schützlingen Spaß und Freude zu erleben. Dies stärkt die Lebensfreude und bereichert die Beziehungen zueinander.


K wie Kinderkrankheiten

Bei Verdacht auf eine ansteckende Krankheit müssen die Kinder zu Hause bleiben. Wir halten es für wünschenswert, den Kindern eine entsprechende Erholungsphase zu ermöglichen - schlimm genug, dass wir Erwachsene uns diese meist nicht mehr gönnen können. Bei ansteckenden Krankheiten wie Masern, Mumps, Scharlach, Röteln, Windpocken, Salmonellen oder ähnliches besteht eine sofortige Meldepflicht an das Kinder- und Jugendhaus. Nach einer ansteckenden Krankheit dürfen die Kinder zum Schutze aller nur mit einem ärztlichen Attest wieder in die Einrichtung kommen.


L wie Lieblingsbeschäftigung

Besondere Interessen der Kinder fördern wir in jedem Fall, soweit es im Rahmen unserer Einrichtung möglich ist. Wir versuchen jedoch auch verstärkt andere Bereiche, die vom Kind / vom Jugendlichen nicht freiwillig in Angriff genommen werden zu fördern. Damit soll eine Einseitigkeit der Beschäftigungen und damit eventuelle Entwicklungsrückstände vermieden werden. Aber auch hier gilt: wir motivieren und bieten immer wieder an, aber wir zwingen die Kinder nicht! Sie entscheiden selbst, ob sie ein Angebot annehmen oder es ablehnen.


M wie Maria Montessori

"Hilf mir, es selbst zu tun." Diesen Grundsatz, den Maria Montessori prägt, finden Sie alltäglich in unserer Einrichtung und hat einen festen Stellenwert eingenommen. Maria Montessori geht davon aus, dass jedes Kind der "Baumeister seiner selbst ist", hass heißt, jedes Kind trägt den Bauplan seiner Entwicklung in sich selbst. Da jedes Kind in seinem Entwicklungsstand unterschiedlich weit ist (Sprache, Grob- und Feinmotorik, soziale Erziehung usw.) muss die Umgebung des Kindes so vorbereitet sein, dass das Kind die Möglichkeit hat, gemäß seinem Stand und Interesse, eine Arbeit frei zu wählen.
Die Erzieherinnen helfen ihm, seine Arbeit und Übungen des täglichen Lebens selbständig ausführen zu können. Das Kind beobachtet, ahmt nach, wiederholt und vertieft gemeinsam mit dem Erzieher / der Erzieherin die Durchführung. Sobald das Kind den Vorgan und die genaue Handhabung erfasst hat, ziehen wir uns zurück und lassen das Kind alleine weiterarbeiten. Wir respektieren die Arbeiten der Kinder und ermuntern es mit viel Lob. Die Selbsttätigkeit fördert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen des Kindes.
Das Kind kann seinem Interesse gemäß so lange bei der Arbeit verweilen, bis es zufrieden und gesättigt ist. Das kann je nach Konzentration und Lust oft sehr lange dauern und viele Wiederholungen beinhalten. Kinder lernen auch die Verbindung von körperlicher und geistiger Arbeit.


N wie "NEIN"

Ein überzeugtes "Ja" gelingt nur, wenn auch ein "Nein" möglich ist. Wenn unsere Schützlinge zu etwas "Nein" sagen, dann nehmen wir dies auch ernst und können unsere Interessen zurückstecken.
Wir wertschätzen damit die individuelle Art des Kindes und wollen mit dieser Akzeptanz die Entwicklung von Sebstbewusstsein und Selbstwertgefühl stärken. Selbstverständlich kann ein Kind / ein Schüler ein Angebot unsererseits ausschlagen und lieber das tun, was es / er tun möchte. Ein weiterer Schritt in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Kinder auch ein "Nein" von anderen Gruppenmitgliedern akzeptieren und annehmen können.


O wie Oliver, oder wie die Zivis sonst noch heißen

Oliver ist ein Zivildienstleistender. Ert ist aus unserer Einrichtung nicht mehr wegzudenken. Oliver unterstützt das Erzieherteam für 9 Monate in allen Arbeitsbereichen. Er ist eine wichtige Persönlichkeit im Kinder- und Jugendhaus und die einzige männliche Bezugsperson. Er wird von den Kindern sehr geschätzt und sie lieben ihn abgöttisch. Er wird am Ende seines Zivildienstjahres mit Schmerz, Trauer und Tränen verabschiedet. Jedes Jahr zum September bekommt das Kinder- und Jugendhaus einen neuen Zivildienstleistenden, der sehr herzlich aufgenommen und von allen Kindern gleich ins Herz geschlossen wird. Sie fühlen sich bei ihm sicher und geborgen.


P wie Privatsphäre

Wir wahren die Privatsphäre der von uns zu betreuenden Kindern und Jugendlichen. Dafür sollten Sie Verständnis haben.

Bitte wahren - es könnte Ihre eigene sein!


Q wie Quecksilbersäule

Kinder brauchen zur körperlichen und geistigen Entwicklung Wasser, Sand, Matsch, frische Luft und Bewegung. Daher gehen wir jeden Tag einen angemessenen Zeitraum ins Freie. Passende Kleidung, die auch mal etwas Sand, Matsch und Grasflecken vertragen, sind angemessen.


R wie Rückzugsmöglichkeiten

Die Kinder lernen, sich vom ersten Tag an schrittweise innerhalb der Gruppe und später in der ganzen Einrichtung zurecht zu finden. Da die Auseinandersetzungen mit der gesamten Gruppe - besonders für die Vorschulkinder - tagtäglich sehr viele Energien verschleißt, müssen sich die Kinder bei Bedarf und auf Wunsch zurückziehen können. Innerhalb des Gebäudes gibt es dazu verschiedene Räume mit ihren Funktionsbereichen. Wir respektieren es, wenn Kinder alleine in einem Raumn sein wollen und die Türe schließen. Jüngere Kinder bauen sich eine Hütte, in die sie sich zurückziehen können.
Auch das Außengelände bietet Möglichkeiten, sich zurückzuziehen und unbeobachtet zu sein. Wenn Schulkinder das Bedürfnis äußern, alleine oder mit Freunden zusammen sich unbeaufsichtigt und von Erzieheraugen unbeobachtet zurückziehen zu wollen, so versuchen wir dies gemeinsam mit dem Kind zu realisieren. Hier entscheidet die Erzieherin, ob das Kind in der Lage ist, sich an Absprachen zu halten und ob sie ihm vertrauen kann.


S wie "streiten will gelernt sein"

Die Kinder sollen lernen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern. Sie sollen sich mit ihren Spielgefährten auseinandersetzen und unabhängig vom Erzieher / der Erziehrin Lösungen für ihre Probleme finden. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Kinder sich sprachlich äußern und sich den anderen mitteilen. Sollten sich völlig ungleich verteilte Kräfte einmal etwas unsanft begegnen und in einen Streit geraten, sind wir zur Stelle und geben Alternativen. Konflikte werden mit den Kindern gemeinsam gelöst.


T wie Turnen

Die Schulsporthalle der Grundschule ist jeden Donnerstag Nachmittag für das Kinder- und Jugendhaus reserviert.
Besonders in den Wintermonaten und im Sommer an Regentagen nutzen wir die Gelegenheit zum Turnen. Unser Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen Spaß und Freude an der Bewegung zu vermitteln uns sie zu verleiten, ab und zu an die eigene Leistungsgrenze zu kommen. Während der heißen Sommermonate bewegen wir uns lieber im Freien und gehen ins Freibad zum Schwimmen oder machen Radtouren zu größeren Spielplätzen in die Nachbarstädte. Auf dem Außengelände steht ein großes Trampolin, das stets gut genutzt wird.
Nach einem bewegungsreichen Tag sind alle erschöpft - aber glücklich und zufrieden.


U wie Unternehmungen

Wir legen großen Wert darauf, nicht auf einer "Insel" mit den Kindern und Jugendlichen zu leben, sondern lebendiger Anteil des gut funktionierenden Gemeindegeschehens zu sein. Daher gehen wir häufig aus der Ganztagesstätte heraus, machen Spaziergänge zu einem nahe gelegenen Bauernhof und besuchen die Schafe und andere Tiere und wandern am Rhein entlang und tätigen Einkäufe. Radtouren in die nähere und weitere Umgebung gehören bei schönem Wetter unbedingt zu unserem Tagesablauf. In den Schulferien planen wir größere Ausflüge für alle Altersstufen mit dem gemeindeeigenen Kleinbus, mit der Bahn oder mit dem Fahrrad. Wir teilen die Gruppe und vergnügen uns mit den Schulkindern im Europa-Park, während die Vorschulkinder im größten Spielzimmer der Welt (Spieleland in Ravensburg) ihren Spaß haben. Jedes Jahr fahren wir in den Schwarzwaldpark nach Löffingen oder zum Hallenspielplatz "Berolino" nach Lauchringenund nutzen das gigantische Angebot, um unseren Bewegungsdrang zu stillen.

Wir waren im Zoo in Rapperswil und in Basel, im Verkehrsmuseum in Luzern, gehen in die Kletterhalle oder in einen Klettergarten, um unseren Mut zu erproben oder erleben Abenteuer im Wald und auf der Küssaburg.
Im Sommer gibt es für die Gesamtgruppe eine fünftägige Ferienreise, gefüllt mit Aktivitäten und Abenteuern, einer Lagerolympiade, um die Kräfte zu messen und die Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen, als Einstieg in die Sommerferien.


V wie "Vater, Mutter, Kind"

Zur gesunden Persönlichkeitsentwicklung gehört, sich in verschiedene Rollen einfinden zu können - mal ganz stark und laut sein zu können und sich bei Bedarf auch ganz still zurückziehen zu können. So sehr jeder Mensch auch sein individuelles Naturell und Temperament besitzt, so ungesund wäre es, die gegenüberliegende Verhaltensweise gar nicht zur Verfügung zu haben.
Eines der beliebtesten Formen für Kinder das Rollenverhalten einzuüben, ist das Rollenspiel, und hier ganz besonders das "Vater-Mutter-Kind-Spiel." Auch am Vorabend gesehene Filme aus dem Fernsehprogramm werden im Rolenspiel nachgespielt und verarbeitet. Im Rollenspiel verarbeitet das Kind aktuelle Lebensfragen, es übt neue Verhaltenweisen spielerisch ein und wächst so über die eigenen Grenzen hinaus. Wir fördern diese Entwicklung durch unsere Verkleidungsecke im Obergeschoss , durch eine Kinderküche, ein Puppenbaby mit Puppenwagen, Wäsche zum Verkleiden, Verkleidungsgegenstände, durch einen Arztkoffer und durch diverse Rückzugsmöglichkeiten, wie zum Beisepiel die Hügel im Außengelände.


W wie Wasserspiele

Wasser ist ein lebensnotwendiges Element für alle Menschen. Früher war Wasser wesentlich stärker zur Verfügung als heute. Die Kinder spielten mehr am Bach, am Brunnen oder an Regenauffanggefäßen. Heute erleben die Kinder im Wesentlichen Wasser aus dem Wasserhahn undbei Spielereien mit Wasser hören wir allzu oft das Wort "Verschwendung", weil es in der Tat ein heikles Thema geworden ist und wir sparsam mit unseren Wasserreserven umgehen müssen. Somit versuchen wir natürliche Wasserquellen wie Regenpfütze oder aufgefangenes Wasser einzusetzen und den Kindern für ihr Spiel und den Sandkasten zur Verfügung zu stellen.
Auch stellen wir alljährlich zur heißen Jahreszeit ein Planschbecken auf unserem Grundstück auf, das wir mit frischem Wasser füllen.


Y wie Yeti oder ähnliche Monster

Wir sind nicht weltfremd genug, um gegen das tägliche Fernsehen gänzlich etwas zu haben, geschweige denn, es völlig zu verteufeln. Wir finden nur, dass Sendungen und Filme wie X - Faktor, Spiderman, Batman, die Autobahnpolizei, Star Wars, Akte X, Notruf und andere Krimiserien im Vorschulalter und im Grundschulalter völlig verfrüht sind, da die Entwicklung der Kinder keinesfalls soweit fortgeschritten ist, dass sie außer Ängsten und totaler Verwirrung etwas damit anfangen können. Kinder können die Phantasie von der Realität noch nicht unterscheiden und gehen vom brutalen Spiel damit zur hemmungslosen Gewalt über. Dasselbe gilt verstäkt für Comics oser CDs mit diesen "Helden."


Z wie Zähneputzen und Zukunft

Nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen werden die Zähne geputzt. Das sollte für jedes Kind / für jeden Jugendlichen und für uns Erwachsene eine Selbstverständlichkeit sein und gehört dazu wie das Spielen und Essen. Die Kinder erhalten alle eine Zahnbürste und einen Zahnbecher. Die Zahnbürsten werden regelmäßig ausgetauscht. Jedes Kind hat im Bad einen festen Platz, der mit seinem Namen versehen ist. Auch die Handtücher der Kinder sind mit dem eigenen Namen und mit einem Motiv bestickt. Sie werden wöchentlich von uns gewaschen.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass wir für die Zukunft hoffen, dass das Kinder- und Jugendhaus mit dieser Altersmischung erhalten werden kann. Wir wünschen uns den Ausbau der Betreuung für Kinder unter dem 1. Lebensjahr.
Wir arbeiten daran, den Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg in unserer Einrichtung umzusetzen.

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